15. Tagung zur Säuglingsbeobachtung in Berlin
Liebe Kandidat:innen, liebe Dozent:innen, liebe Kolleg:innen,
wir das Vorbereitungsteam laden Sie / Euch recht herzlich zu unserer nächsten Tagung zur Säuglingsbeobachtung am 11. und 12. September 2026 in Berlin ein.
Die diesjährige Tagung steht unter dem Thema "Das Geschlecht des Babys und seine frühen Objektbeziehungen" und befasst sich mit dem Geschlecht des Babys und damit, wie bewusste und unbewusste geschlechtsspezifische Fantasien der Eltern ihre Erwartungen und die Beziehung zum Kind prägen. Nicht nur erweitern oder verengen sie das elterliche Containment für alles, was vom realen Baby an Bedürfnissen und Zuständen kommt, sondern sie beeinflussen auch die Geschlechtsidentität und Geschlechterrolle des Kindes entlang der Interaktionen vom Lebensanfang an. Sie enthalten Fantasien, aber auch mehr oder weniger bewusste Einstellungen zu kulturellen, sozialen und familiären Werten gegenüber dem biologischen Geschlecht.In die exklusive Beziehung zwischen Eltern und Kind wirkt also die Umwelt mit Normen, neuen Erkenntnissen und sozialen Strömungen massiv hinein. Diese Einflüsse betreffen auch die Wahrnehmung der BeobachterInnen. In jeder Babybeobachtung finden sich dafür reichlich Hinweise, für die wir oft wenig sensibel sind und die wir zu oft nicht ausdrücklich aufgreifen. Wie kommt es zu der Zurückhaltung, diese Perspektive des Beobachtungsmaterials zu untersuchen und zu reflektieren?
In bewährter Weise wird die Kleingruppenarbeit auf der Grundlage ausgewählter Protokolle und in Anwesenheit der BeobachterIn im Mittelpunkt der Tagung stehen.
InteressentInnen, die sich auf eine Säuglingsbeobachtung vorbereiten und die Arbeitsweise kennenlernen möchten und erfahrene Beobachterinnen arbeiten in gesonderten Kleingruppen.
Für SupervisorInnen der IO- Gruppen finden im Zweijahresrhythmus Werkstatt-Tagungen statt. Das nächste Treffen wird im September 2027 sein.
Die Leitung der Kleingruppen werden erfahrene SupervisorInnen von Säuglingsbeobachtungsgruppen aus psychoanalytischen Ausbildungsinstituten in Deutschland und England übernehmen.
Besonders freuen wir uns, dass wir als Vortragende die Psychoanalytikerin Jeanne Magagna aus London gewinnen konnten, die ihre ersten Beobachtungserfahrungen unter der Leitung von Esther Bick sammelte.
Alle weiteren Informationen zur Tagung und Anmeldung entnehmen Sie bitte dem Flyer (siehe Anhang)
Herzliche Grüße
Vorbereitungsgruppe
(A. Israel, R. Stockmann, C. Salamanca, K. Neumann)